Kompetenzzentrum für Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen

Folgende Störungsbilder bei Erwachsene werden von uns behandelt:

 

 

        

 

1. Aphasie (neurologische Störung):


Unterteilt in 4 Standardsyndrome:

Globale Aphasie: 


Die Globale Aphasie ist die schwerste Form der Aphasie. Alle sprachlichen Fähigkeiten sind betroffen. Die Äußerungen sind unverständlich, das Verstehen ist beeinträchtigt, die Schreibfähigkeit und die Lesefähigkeit sind gestört.

Wernicke Aphasie:

Der Schwerpunkt dieses Störungsbild ist eine flüssige, überschießende Sprache. Dabein werden viele Wörter inkorrekt verwendet, Wörter werden lautlich entstellt und es kommt zum Ineinanderschachteln von Wörtern.

,,Gehabt un si auch heute den bron denn ein ein ..."

Broca Aphasie:

Das Leitsymptom dieser Aphasie ist die verlangsamte, unflüsige und agramatische Sprache. Es werden kurze Sätze verwendet, in denen Funktionswörter wie zum Beispiel Artikel (der,die,das) und Präpostionen (auf, unter) fehlen und Verben nicht kunjugiert werden.

,,Kuchen backen .... nein ....Mann .....äh Sohn....nein...."

Das Verstehen kann, muss aber nicht betroffen sein. Die schriftlichen Fähigkeiten sind meistens genauso betroffen wie das Sprechen.


Amnestische Aphasie:

Bei dieser Störung haben die Betroffen das Problem Wörter nicht abrufen zu können. Die Sprache ist meist flüssig und gut artikuliert, jedoch es sie geprägt von vielen Satzabbrüchen. Die Satzstrucktur ist falsch konstruiert, obwohl Satzbau und Grammatik korrekt sind. Lesen und Verstehen sind meist ungestört.

,,Hier haben wir zum Verreisen einen...einen...eine Tasche oder einen To einen Ta einen tsch"

 

 

 

                . 2. Stimmstörung (Dysphonie):


Stimmstörungen können organischer und funktioneller Art sein:

 

Funktionelle Stimmstörung:

Eine funktionellen Stimmstörung ist durch eine eingeschränkte Funktion der stimmgebenden Organe (z.B Stimmlippen) gekennzeichnet. Die organischen Befunde sind dabei unauffällig. Viele Faktoren können zu einer Entstehung einer funktionellen Stimmstörung führen. Diese können sich auf körperlicher Ebene (Haltungsfehler) zeigen, oder durch ponogene Faktoren (Stimmstörung infolge einer Überlastung des Stimmapparates) hervortreten.

 

Organische Stimmstörung:

Eine organische Stimmstörung liegt vor, wenn sich die Stimmgebung im Bereich des Kehlkopfes aufgrund pathologisch-anatomischer Eingriffe (nach nach einer Operation) verändert.


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3. Schluckstörung ( Dysphagie):


Dysphagie ( ,,dys = gestört" und ,,phagein" = essen) stellt eine Schluckstörung dar. Schluckstörungen können im Alter, aufgrund von neurologischen Erkrankungen wie einem Schlaganfall, bei Morbus Parkinson, Multiple Sklerose einhergehen, aufgrund einer Tumorerkrankung oder infolge einer Verletzung schluckrelevanter Strukturen entstehen. Leitsymptome einer Schluckstörung können Aspiration (das Eindringen eines Fremdkörpers unterhalb der Glottisebene) und Penetration (das Eindringen eines Fremdkörpers oberhalb der Glottisebene) sein.

 

            . 4. Gesichtslähmung (Fazialesparese):


Stellt eine Lähmung des Gesichtsnerven dar. Die mimische Muskulatur ist betroffen und es kann zu Artikulationsstörungen führen. Ursachen bei denen es zu einer Fazialesparese kommt sind unterschiedlich. Sie kann angeboren sein, aufgrund eines Tumors oder Mittelohrentzündung auftreten.

                 . 5. Näseln (Rhinophonie):


Näseln ist eine pathologische Veränderung des Stimmschall, wobei die Stimme durch ein Zuviel oder Zuwenig an nasalem Klang auffällig wird. Dabei wird zwischen dem offenen Näseln und dem geschlossenen Näseln unterschieden. Bei dem geschlossenen Näseln klingt die Stimme wie bei einer verstopften Nase.
Bei dem offenen Näseln tritt zuviel Luft durch die Nase, dadurch klingt die Stimme zu weit offen, überlüftet.

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6. Sprechapraxie:

Stellt eine Artikulationststörung aufgrund einer Hirnschädigung dar. Dabei ist die ,,Programmierung" von Sprechbewegungen gestört.
Laute werden ausgelassen, umgestellt, hinzugefügt oder vertauscht.

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7. Morbus Parkinson:

Die Parkinson Erkrankung stellt eine neurologisch - degenerative Erkrankung dar. Die Symptome betreffen die Atmung (reduziertes Lungenvolumen, verkürzte Sprechatmung), die Stimme (rauer,leiser, überhauchter und knarrender Stimmklang, ungenügender Stimmbandschluss), die Artikulation (eingeschränkte Muskelkraft der Artikulationsmuskulatur), der Prosodie (eingeschränkter Stimmumfang, verlangsamtes Sprechtempo) und das Schlucken. Diese beeinflussen die Lebensqualität der Betroffenen und führt zu Einschränkungen in der Alltagsaktivität und in der Kommunikation mit den Mitmenschen. In der logopädischen Therapie werden Bereiche wie Atmung, Haltung, Stimmgebung und Artikulation integriert. Der Krankheitsverlauf kann dabei nicht aufgehalten werden, jedoch kann die Lebensqualität des Betroffen durch Therapie verbessert werden.

 

8. Amyotrophische Lateralsklerose (ALS):

Die amyotropha Lateralsklerose ist eine motorische Systemkrankheit. Symptome sind eine verwaschene und unpräzise Artikulation (Dysarthrie), eine Beeinträchtigung der Stimmgebung (Dysarthrophonie) und begleitend kann eine Schluckstörung (Dysphagie) auftreten. Die logopädische Bahndlung dient dabei dem möglichst langen Erhalt noch verhandener Fähigkeiten und einer Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.

 

 

 

 

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